[FAU-Logo] Sonderforschungsbereich 539

Zusammenfassung


Die Ätiologie des Pseudoexfoliationssyndroms ist bisher vollkommen unbekannt. Verschiedene epidemiologische Untersuchungen weisen auf eine genetische Komponente im Sinne einer komplexen (genetischen) Erkrankung hin. Bisher sind zwei tentative Loci in Kopplungsstudien beschrieben. Ziel des Projektes ist die Identifizierung von Genen für PEX über genetische Kopplungs- und Assoziationsstudien. Hierzu soll die in Vorarbeiten begonnene Rekrutierung von PEX-Patienten durch eine systematische Aktion erweitert werden. Dies erfolgt sowohl durch retrospektive als auch prospektive Rekrutierung von Patienten und Geschwisterpaaren. Die Augenklinik wird diese Patienten detailliert phänotypisieren. Als Kontrolle ist eine auslesefrei, bevölkerungsbasierte Referenzstichprobe (KORA-Studie) vorgesehen. Außerdem wird über eine Kooperation mit deutschen und afrikanischen Kollegen in Kenia ein familienbasiertes Patientenkollektiv somalischer Abstammung rekrutiert. In dieser Bevölkerung ist das PEX besonders häufig, weshalb Geschwisterpaare für Kopplungsanalysen hier leichter zu rekrutieren sind. Fernziel ist die Rekrutierung eines Kollektivs, welches für systematische, ganz-genomische Kopplungs- (Afrika) bzw. Assoziationsstudien (Erlangen) geeignet ist.

Die so rekrutierten Geschwisterpaare werden für eine nicht parametrische Kopplungsanalyse von Chromosom 2 eingesetzt, wo die beiden bisher beschriebenen tentativen Loci kartieren. Somit wird eine Überprüfung dieser Hypothese möglich werden. Sollte ein Locus bestätigt werden, so werden wir eine systematische Studie auf Kopplungsungleichgewicht (LD) in Kandidatengenen analog Projekt C2 durchführen.

Außerdem werden funktionelle Kandidatengene, die aus den laufenden Arbeiten der anderen TP des SFBs identifiziert wurden, systematisch auf Sequenzvarianten untersucht und diese auf Kopplung in Geschwisterpaaren und auf LD in den Fall-Kontroll-Studien untersucht. Kandidatengene und assoziierte Allele können in funktionellen Assays in Kooperation mit diesen TP direkt analysiert werden.


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