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Pseudoexfoliations-Syndrom und Glaukome

Dieses Krankheitsbild ist in der älteren Bevölkerung weit verbreitet (ca. 10-15% ab 60 Jahren) und führt bei etwa der Hälfte der Patienten zur Entwicklung eines chronischen sekundären Offenwinkelglaukoms. Die durch PEX verursachten Glaukome sind für fast 50% aller behandlungsbedürftigen Glaukome im höheren Lebensalter verantwortlich. Das PEX-Syndrom repräsentiert demnach eine der häufigsten Glaukomursachen weltweit.

Die Glaukomentwicklung steht mit dem Grundprozess der extrazellulären Matrix in Zusammenhang und beruht auf der Produktion und Akkumulation des PEX-Materials im Trabekelwerk. Vermehrung und Ablagerung des abnormalen Materials unter der Innenwand des Schlemmschen Kanals (Abb) blockieren den Kammerwasserabfluß und führen über eine Erhöhung des Abflußwiderstands zu einer pathologischen Erhöhung des Augendrucks. Die genaue Zusammensetzung dieses Materials sowie die Ursachen, die zur vermehrten Bildung und Ablagerung führen, sind nicht bekannt.

[PEX-Bild 3]


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